• HECHT Kontaktlinsen
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  • Die persönliche Contactlinse für Maximilian

    Maximilian liebt die Bewegung und das ungehinderte Rumtollen ohne Einschränkungen. Da hat die Brille schon immer gestört. Mit der persönlichen Contactlinse von Hecht hat sich sein Sehen perfekt entwickelt. Er ist ein aufgeweckter kleiner Junge, der begeistert Schlagzeug spielt.

  • Die persönliche Contactlinse für Andrea

    Andrea hat als berufstätige Mutter einen engen aber gut organisierten Tagesablauf. So perfekt, wie dieser auf sie zugeschnitten ist, sind auch ihre individuellen Contactlinsen auf die Bedürfnisse ihrer Augen abgestimmt. Mit der persönlichen Contactlinse von Hecht meistern Sie problemlos jede Herausforderung.

  • Die persönliche Contactlinse für Marcel

    Marcel hat sich lange davor gescheut eine Lesebrille zu tragen. Mit der persönlichen Contactlinse von Hecht kann er nicht nur in die Ferne, sondern auch in die Nähe gut sehen und macht als Architekt einen souveränen Eindruck.

  • Die persönliche Contactlinse für Lena

    Lena ist stark kurzsichtig und hat eine Hornhautverkrümmung. Im Sport möchte sie aber immer vollen Einsatz bringen. Mit der persönlichen Contactlinse von Hecht kann sie als Fitnesstrainerin nun ohne Einschränkungen Vollgas geben.

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Probleme

Augenerkrankungen, plötzlich auftretende Veränderungen am Auge, Sehstörungen oder Probleme beim Kontaktlinsentragen können sehr vielfältig sein.

Sie finden auf den folgenden Seiten detaillierte Infos über bestimmte Symptome im Bezug auf die Augen. Es handelt sich dabei lediglich um eine Aufzählung und ersetzt nicht den Besuch beim Augenarzt oder Kontaktlinsenfachmann.

Äusserlich veränderte Anzeichen

Hier finden Sie mehr Informationen zu äusserlich veränderten Anzeichen am Auge, wie z.B. rote Augen, tränende Augen etc.

Rote Augen

Rote Augen können als Symptom auf verschiedene Ursachen hinweisen:
  • trockene Augen, Bindehautentzündung (Konjunktivits)
  • Fremdkörper im Auge, durch Wind oder Staub ausgelöste Reizung
  • Hornhautentzündung (Keratitis simplex)
  • harmlose und plötzlich auftretende Blutung (Hyposphagma)
  • bakterielle oder virale Entzündung
  • Irisentzündung (Iritis) oder auch ein akutes Glaukom
Die Ursachen sollten auf alle Fälle durch einen Augenoptiker oder Augenarzt abgeklärt werden.

Kommt es zu weiteren Symptomen (z.B. eine plötzlich deutlich verschlechterte Sehschärfe, Schmerzen, starke Lichtempfindlichkeit) sollte sofort ein Augenarzt aufgesucht werden.

Tränende Augen

Eine Reizung der Augen kann durch Wimpern, Staub, Wind, Überanstrengung, Verengung der Tränenwege oder durch eine Schadstoffbelastung verursacht werden. Kommt es gleichzeitig zu einem roten Auge oder ist die Hornhaut durch Fremdeinwirkung verletzt worden, dann einen Augenarzt konsultieren.

Auch bei trockenen Augen, vor allem bei dem krankhaft trockenen Auge (Sicca), kommt es zu tränenden Augen. Die Tränen sind dabei eine Reaktion auf einen Mangel von Tränenflüssigkeit oder auch auf eine schlechte Zusammensetzung der Tränen zurückzuführen.

Verklebte Augen

Verklebte Augen werden meistens durch eine Entzündung verursacht, häufig in Verbindung mit einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis).

Was Sie selbst tun können:
Bei verklebten Augen mit klarem und warmen Wasser mit Hilfe eines getränkten Wattebausches die Augen sanft reinigen. Verwenden Sie keine Kamillenteebeutel, da dies zu allergischen Reaktionen führt.

Sollten Sie sich schminken, dann ist eine Lidrandpflege empfehlenswert. Dafür mit einem angefeuchteten Ohrenstäbchen die Lidränder sanft säubern.

Geschwollene Augen

Augenschwellungen entstehen durch Lymphstau in oder unter der Haut der Augen. Man unterscheidet zwischen akuten Schwellungen und chronischen Schwellungen, welche meist länger anhalten. Sollte die Schwellung durch einen Fremdkörper am Auge ausgelöst worden sein, sollte dies durch einen Augenarzt behandelt werden. Weitere Ursachen können Entzündungen am Auge, trockene Augen, Allergien oder auch andere Erkrankungen wie z.B. hoher Blutdruck oder eine Schilddrüsenerkrankung sein.

Was Sie selbst tun können:
Sorgen Sie für einen ausreichenden Schlaf (Kopf höher legen), eine ausgewogene Ernährung, viel Trinken (2-3l / pro Tag), legen Sie kühlende Augenpads auf, eine leichte Klopfmassage mit den Fingerkuppen unterhalb des Unterlides sorgt für eine bessere Durchblutung.

Fühlbar veränderte Anzeichen

Hier finden Sie mehr Informationen zu Veränderungen, die sich fühlbar vom Normalzustand unterscheiden wie z.B. Kratzgefühl, Juckreiz, trockene Augen etc.

Fremdkörpergefühl

Das Auge des Kontaktlinsenträgers ist Fremdkörpern stärker ausgesetzt als das des Brillenträgers. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Tränen ab und zu ein Staubpartikel aufnehmen und dieser unter die Kontaktlinsenrückfläche gerät. Die Reaktion ist ein spontaner und heftiger Schmerz, der solange anhält, bis der Eindringling wieder verschwunden ist. Sollte das Fremdkörpergefühl trotzdem anhalten, könnte die Kontaktlinse einen Defekt aufweisen oder auf der Kontaktlinsenfläche ein Fremdkörper angeheftet sein. Auch eine schlecht sitzende Kontaktlinse kann nach längerem Tragen ein Fremdkörpergefühl auslösen.

Bei Neueinsteigern von Kontaktlinsen (vor allem bei formstabilen Kontaktlinsen) kann es in der ersten Gewöhnungsphase zu einem leichten Fremdkörpergefühl kommen, welches aber nach stetig längerem Tragen allmählich nachlässt.

Was Sie selbst tun können:
  • Möglichst blinzeln, um den Fremdkörper auszutränen.
  • Informieren Sie Ihren Kontaktlinsenanpasser, falls das Fremdkörpergefühl mit der Linse nicht nachlässt.

Lichtempfindlichkeit

Unterschiedliche Ursachen können zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit (Photophobie) führen. Trockene Augen, eine Bindehautentzündung oder eine Verletzung der Hornhautoberfläche durch einen Fremdkörper können eine erhöhte Blendempfindlichkeit auslösen. Im Alter kann auch der graue Star (Katarakt) zu einer Lichtempfindlichkeit führen, weil das Licht in den eingetrübten Augenmedien stärker gestreut wird. Bei einer Sehverschlechterung, die durch die Brille oder mit der Kontaktlinsen nicht mehr zu verbessern ist, empfiehlt es sich einen Augenarzt aufzusuchen und sich über die Abhilfemöglichkeiten zu informieren.

Sollte man farbige Lichtkränze um Lichtquellen beobachten, dann ist es wichtig den Augenoptiker oder Augenarzt darüber zu informieren (es könnte sich beim Kontaktlinsenträger um einen Sauerstoffmangel der Hornhaut handeln).
Sollte die Lichtempfindlichkeit gleichzeitig mit Schmerzen verbunden sein, dann bitte sofort einen Augenarzt konsultieren.

Was Sie selbst tun können:
  • Bei einer ständig leichten Lichtempfindlichkeit ist es am besten eine Sonnenbrille zu tragen.
  • Sollte es gleichzeitig zu trockenen Augen kommen, dann helfen auch Benetzungstropfen.

Juckreiz

Durch eine unpassende Pflege der Kontaktlinsen kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Möglicherweise werden auch die Kontaktlinsen in Mitleidenschaft gezogen (Kontaktlinsenoberfläche verändert sich), was zu einer Unverträglichkeit der Linsen führen kann.

Bei Kontaktlinsenträger (vor allem bei Weichlinsenträger) kann es aufgrund von verschmutzten Kontaktlinsen (Proteinablagerungen) zu einer allergisch-toxischen Reaktion auf die Antigene kommen, welche sich auf der Kontaktlinsenoberfläche befinden. Es kann auch durch ein mechanisches Trauma hervorgerufen werden (Ablagerungen auf der Kontaktlinsenoberfläche oder dem Kontaktlinsenrand). Der Kontaktlinsenträger klagt über Juckreiz, Brennen, Sandkorngefühl, unklare Sicht, Fremdkörpergefühl (auch nach Abnahme der Linsen) und Schleimabsonderung am Auge. Bitte informieren Sie Ihren Augenoptiker oder Augenarzt über diese Symptome. Häufig muss man, je nach Stadium, eine Kontaktlinsenpause einlegen, bis zur völligen Zurückbildung der Symptome. Manchmal benötigt man eine zusätzliche medizinische Behandlung durch den Augenarzt.

Was Sie selbst tun können:
  • Verwenden Sie nicht plötzlich ein anderes Kontaktlinsenpflegemittel, ohne Ihren Augenoptiker danach zu fragen. Pflegemittel müssen auf die Kontaktlinsen abgestimmt werden. Ausserdem sind die Angebote in Drogeriemärkten und Supermärkten nicht nur günstig, sondern auch „billig“ konserviert. Dies führt häufig zu einer Unverträglichkeit und kann nicht nur einen Juckreiz auslösen.
  • Für Weichlinsenträger eignen sich besonders konservierungsfreie Pflegemittel (Wasserperoxidsysteme), welche augenverträglicher sind.
  • Verwenden Sie regelmässig (1x in der Woche) eine Proteinreinigung für Ihre Kontaktlinsen.

Müde Augen

Augenermüdung (Asthenopie) ist heutzutage vor allem eine Begleiterscheinung, die sich durch die Tätigkeit vor dem Bildschirm oder durch eine intensive Naharbeit ergibt. Der Helligkeitswechsel zwischen Monitor und Umgebung stellt das Anpassungsvermögen der Augen auf eine harte Probe, ständiges Nahakkommodieren strengt die Augen zusätzlich an. Die Spiegelungen an der Monitoroberfläche und die reduzierte Lidschlagfrequenz beim konzentrierten Arbeiten können zu geröteten und trockenen Augen führen.

Eine falsch oder nicht korrigierte Brille bzw. Kontaktlinse kann zu einer Ermüdung führen. Ein Sehtest durch einen Augenoptiker oder Augenarzt gibt sofort einen Hinweis darauf, ob es eine Änderung der Korrektur braucht.

Was Sie selbst tun können:
  • Blinzeln nicht vergessen (Lidschlagbroschüre)!
  • Legen Sie bei der Computerarbeit regelmässig Pausen für die Augen ein, dafür am besten die Handflächen stark aneinander reiben und die warmen Handflächen auf das Augenpaar legen (Palmieren).
  • Regelmässige Blickwechsel in die Ferne durchführen, das Sehen in die Ferne ist ermüdungsfrei.
  • Achten Sie auf gute Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz (optimal sind 400 bis 600 Lux).
  • Wichtig ist auch eine natürliche und damit auch entspannte Blickrichtung nach unten (etwa 30 Grad).
  • Sollten Sie bereits Kontaktlinsen- oder Brillenträger sein und eine Korrektur für die Nähe benötigen, dann tragen Sie dieses Hilfsmittel auch, Ihre Augen werden es Ihnen danken.
  • Regelmässig durchlüften!

Schmerzen

Die gesamte Hornhaut ist mit sensiblen Nervenendigungen versehen, deren Empfindlichkeit ortsabhängig variiert. So ist die Hornhaut im Zentrum ca. 30 mal so gross als in der Peripherie. Aus diesem Grund kann jede Art von Störung der Augenoberfläche zu Schmerzen führen. Ein Fremdkörper unter der Linse kann deshalb auch Schmerzen verursachen, am besten die Linse entfernen und mit geeigneten Pflegemittel abspülen. Sollte der Tragekomfort trotzdem eingeschränkt bleiben, dann zunächst den Augenoptiker darüber informieren.

Bei ungewohnten Schmerzen am Auge immer einen Augenarzt aufsuchen.

Trockene Augen

Klimaanlagen, erhöhtes Ozon, Arbeit am Computer, überheizte Räume, das Tragen von Kontaktlinsen (vor allem bei Weichlinsen) kann zu trockenen Augen führen. Generell lässt die Tränenproduktion im Alter nach, hormonelle Ursachen können dabei eine Rolle spielen (Wechseljahre). Auch die Einnahme von Medikamenten (Schlafmittel, Betablocker, Psychopharmaka, Verhütungsmittel) kann zu trockenen Augen führen.

Was Sie selbst tun können:
  • kurzfristig helfen Tränenergänzungsmittel (konservierungsfreie Augentropfen mit Hyaluronsäure wie z.B. Vislube) oder auch ein Augenspray (LipoNit Augenspray)
  • gesunde ausgewogene Ernährung, besonders Omega 3 Fettsäuren (Fisch, Leinsamen, Rapsöl, Walnüsse, Sojaprodukte) oder als Nahrungsergänzung (Tabletten)
  • Trinken Sie täglich 2-3l Wasser
  • mehrmals täglich lüften oder einen Luftbefeuchter verwenden
  • tägliche Lidrandpflege (LipoNit® Lidpflege)
  • Achten Sie auf einen kompletten Lidschlag (Lidschlagbroschüre), vor allem bei der Arbeit am Computer!
    pdf Der korrekte Lidschlag (292.73 Kb)
  • Informieren Sie Ihren Augenoptiker oder Augenarzt, wenn das Trockenheitsgefühl nicht nachlässt.

Sehqualität

Eine Verschlechterung der Sehqualität ist meistens subjektiv sehr gut erkennbar, führt immer zu einer mehr oder weniger starken Einschränkung im Sehen und unterscheidet sich darum erheblich zum Normalzustand.

Unscharfes Sehen

Eine weniger scharfe oder unscharfe Sicht kann unterschiedliche Ursachen haben. Klären Sie durch einen Augenarzt oder Augenoptiker ab, ob die eingeschränkte Sicht auf einen Restfehler der Kontaktlinsen oder der Brille zurückzuführen ist. Menschen ab 40 Jahren haben zunehmend Probleme mit dem Lesen (Alterssichtigkeit, Presbyopie), hier kann eine bifokale oder multifokale Kontaktlinse oder eine Lesebrille Abhilfe schaffen.

Fragen Sie Ihren Augenoptiker nach den Korrekturmöglichkeiten.

Plötzliche Sehverluste („alles schwarz“) oder Sehaussetzer, die von kurzer Dauer oder auch bleibend sind, müssen umgehend durch einen Augenarzt in eine Augenklinik abgeklärt werden. Dies können Vorboten einer akuten Erblindung sein und auch ohne Schmerzen verlaufen!

Schleiersehen

Beim Kontaktlinsenträger handelt es sich bei einem beschriebenen Schleier oder Film vor Augen meistens um eine verschmutzte Kontaktlinsenvorderfläche, die durch fetthaltige Ablagerungen bedingt sind.

Tipp: alkoholhaltigen Kontaktlinsenreiniger verwenden.

Klären Sie durch einen Augenarzt oder Augenoptiker ab, ob die eingeschränkte Sicht auf einen Restfehler der Kontaktlinsen oder der Brille zurückzuführen ist.

Eine Verletzung der Hornhaut durch einen Fremdkörper oder trockene Augen können ein trübes Sehen verursachen.

Tritt ein trübes Sehen oder Schleier vor Augen ohne Kontaktlinse oder Brille auf, dann kann dies unterschiedliche Ursachen haben und sollte durch einen Augenarzt abgeklärt werden.

Was Sie selbst tun können:
  • Bei trockenen Augen können Benetzungstropfen Abhilfe schaffen.
  • Achten Sie besonders auf eine auf Sie abgestimmte Kontaktlinsenpflege!

Verzerrtes Sehen

Jeder Mensch hat eine mehr oder weniger starke Hornhautverkrümmung (Astigmatismus). Beim Astigmatismus ist die Hornhaut nicht gleichmässig gekrümmt, sondern in verschiedenen Ebenen unterschiedlich stark gewölbt. Die Abbildung ist dadurch verzerrt. Häufig tritt ein unscharfes Sehen auf, begleitet von "Schattensehen" mit doppelten Kanten.

Dieser Fehler kann mit Brille oder noch besser mit einer Kontaktlinse korrigiert werden. Ein Sehtest durch einen Augenoptiker oder Augenarzt gibt sofort einen Hinweis darauf, ob es eine Korrektur braucht.

Ein verzerrtes oder verzogenes Sehen trotz Kontaktlinse oder Brille, deutet daraufhin, dass noch ein Restfehler in der Korrektur vorliegt. Ihr Augenoptiker kann dies problemlos überprüfen und Sie über die unterschiedlichen Möglichkeiten orientieren. Auch eine verzogene Kontaktlinse kann ein ungewohnt verzerrtes Sehen verursachen. Lassen Sie Ihre Kontaktlinsen überprüfen oder besser noch vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Kontaktlinsenfachmann.

Was Sie selbst tun können:
  • Spülen Sie Ihre formstabilen Linsen nicht mit warmen oder heissem Trinkwasser ab. Dies führt zu einem Verzug der Kontaktlinsen!

Doppelsehen

Doppelsehen ist eine Störung des Binokularsehens. Prinzipiell muss unterschieden werden zwischen Doppelsehen auf einem Auge (monokulare Diplopie) oder auf beiden Augen. Da Doppelbilder sehr unangenehm sind, gehen die Betroffenen sehr schnell zu einem Augenarzt.

Deckt man das eine Auge zu und das Doppelsehen verschwindet, dann könnte es sich um ein Schielen handeln. Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Augenoptiker oder Augenarzt. Doppelbilder können in bestimmten Fällen und je nach Befund mit einer prismatischen Brille korrigiert werden, was aber nicht deren auslösenden Ursachen behandelt.

Kommt es unerwartet zu Doppelbildern oder zu einem plötzlichen Schielen, dann muss unverzüglich durch einen Augenarzt abgeklärt werden, welche Ursache dahinter steckt.

Sehen von Blitzen oder Mücken

Generell unterscheidet man unter gefährlichen und ungefährlichen visuellen Phänomenen. Deshalb ist eine genaue Anamnese durch einen Augenarzt sehr wichtig. Beschreiben Sie möglichst genau die von Ihnen wahrgenommenen Anzeichen.

Mouches volantes (fliegende Mücken)

Mouches volantes sind feine Fasern, die sich vom Glaskörper gelöst haben. Bereits in jungen Jahren beginnt der Glaskörper allmählich zu schrumpfen und die regelmässige Struktur der Kollagenfasern geht langsam verloren. Mouches volantes werden fast von jedem Menschen bei bestimmten Bedingungen beschrieben: Schaut man auf eine weisse Fläche oder in den blauen Himmel werden kleine Fädchen, Pünktchen, Schlieren oder Fuseln, die sich im Gesichtsfeld bewegen, beobachtet. Manche Menschen empfinden dies als störend, andere „sehen darüber hinweg". Eine Untersuchung beim Augenarzt zeigt, ob es sich um ein harmloses, aber störendes Phänomen handelt oder ob bei einem subjektiv stark störenden Empfinden eine andere Augenerkrankung vorliegt.

Was Sie selbst tun können:
  • Tragen Sie im Sommer oder auch im Schnee immer eine Sonnenbrille mit einem hohen Lichtschutzfaktor.
  • Phototrope Brillengläser passen sich den unterschiedlichen Lichtbedingungen an und bieten deshalb einen optimalen Schutz vor Blendung.
  • Am Bildschirmarbeitsplatz kann der Kontrast des Computers individuell geregelt werden.

Migräne

Bei Migräne handelt es sich um einen plötzlich auftretenden, meist einseitig, pochend- pulsierenden Kopfschmerz, häufig mit den Symptomen Übelkeit und Erbrechen kombiniert. Dabei kann es kurzfristig auch zu Sehstörungen kommen wie zum Beispiel Lichtblitze, schwarze Bereiche im Gesichtsfeld (Gesichtsfeldausfälle) oder auch Zickzack-Linien.

Was Sie selbst tun können:
  • Ruhephase während einer Migräne-Attacke, bestenfalls in einem abgedunkelten Raum
  • Schlafen
  • Kalte Kompressen und Entspannungsübungen

Netzhautablösung

Bei einer Netzhautablösung löst sich die sensorische Netzhaut vom Pigmentepithel. Am häufigsten ist die Netzhautablösung infolge eines Netzhautrisses. Symptome können sich über mehrere Tage entwickeln: Lichtblitze, ein Schwebeteilschauer oder Gesichtsfeldausfälle (Schatten) können beobachtet werden. Konsultieren Sie sofort Ihren Augenarzt.

Wichtig: Sobald es dauerhaft im Auge blitzt, flimmert, grosse undurchsichtig schwarze Flecken oder Bereiche (Gesichtsfeldausfälle) bemerkbar sind, muss dies sofort durch einen Augenarzt oder in der nächsten Augenklinik abgeklärt werden.

Andere Anzeichen

Einige Anzeichen haben zwar Einfluss auf das Sehen, sind aber von Ihrem Ursprung her anderen Ursachen zuzuordnen. 

Kopfschmerzen

Jeder leidet mehr oder weniger häufig an Kopfschmerzen. Man unterscheidet zwischen Spannungskopfschmerzen und Migräne unterschiedlichen Stadiums. Sollten Kopfschmerzen häufiger auftreten, dann ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert. Die sogenannte Augenmigräne ist verbunden mit Sehstörungen ohne Kopfschmerzen. Es tritt ein Flimmern auf, teilweise wird das Sehfeld eingeschränkt. In einem solchen Fall muss abgewartet werden, bis es vorüber ist. Dies dauert etwa 15-20min.

Kopfschmerzen können als Schmerzen im vorderen Kopfbereich oder im hinteren Augenbereich beschrieben werden. Besser ist es abzuklären, ob eventuell eine nicht korrigierte Fehlsichtigkeit vorliegt. Auch eine Schielstellung kann zu Kopfschmerzen führen. Geht der Kopfschmerz einher mit der Rötung des Auges und gleichzeitiger Übelkeit, sollte ein Augenarzt konsultiert werden.

Schwangerschaft

Unterschiedliche Ursachen können zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit (Photophobie) führen. Trockene Augen, eine Bindehautentzündung oder eine Verletzung der Hornhautoberfläche durch einen Fremdkörper können eine erhöhte Blendempfindlichkeit auslösen. Im Alter kann auch der graue Star (Katarakt) zu einer Lichtempfindlichkeit führen, weil das Licht in den eingetrübten Augenmedien stärker gestreut wird. Bei einer Sehverschlechterung, die durch die Brille oder mit der Kontaktlinsen nicht mehr zu verbessern ist, empfiehlt es sich einen Augenarzt aufzusuchen und sich über die Abhilfemöglichkeiten zu informieren.
Eine Schwangerschaft verändert den physiologischen Zustand der Frau. Es kann zu einem veränderten Hormonspiegel und einem erhöhten Blutdruck kommen. Dies hat Auswirkungen auf die Augen und das Sehen.

Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck führt zu einer Verengung der Blutgefässe und betrifft deshalb auch die Netzhaut.

Durch den veränderten Hormonspiegel wird die Tränenproduktion reduziert. Viele Kontaktlinsenträgerinnen klagen deshalb über einen eingeschränkten Tragekomfort ihrer Kontaktlinsen.

Häufig kommt es in der Schwangerschaft zu Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme), unter anderem auch in der Hornhaut. Durch die Einlagerung von Wasser in der Hornhaut verändern sich die Radien der Hornhaut und damit die Form der Hornhaut. Aufgrund dieser Brechwertveränderung wird man kurzsichtiger (Myopisierung).

Wichtig: Eine Neuanpassung von Kontaktlinsen während einer Schwangerschaft ist nicht empfehlenswert.

Was Sie selbst tun können:

  • Sollte der Tragekomfort Ihrer Kontaktlinsen eingeschränkt sein, dann helfen kurzfristig Benetzungstropfen (empfehlenswert sind Augentropfen mit Hyaluronsäure).
  • Ist der Tragekomfort Ihrer Kontaktlinsen stark eingeschränkt, dann sollten Sie während der Schwangerschaft möglichst auf Ihre Kontaktlinsen verzichten und Brille tragen.
  • Informieren Sie Ihren Augenoptiker oder Augenarzt, wenn das Trockengefühl nicht nachlässt.

Augenerkrankungen

Hier finden Sie mehr Informationen zu den häufigsten Augenerkrankungen! 

Grüner Star (Glaukom)

Der grüne Star (Glaukom) bezeichnet eine Sehnervenschädigung infolge eines ungünstigen Verhältnisses zwischen erhöhtem Augeninnendruck und dem arteriellen Druck im Sehnervenkopf (Papille). Prinzipiell unterscheidet man unter Weitwinkelglaukom (Offenwinkelglaukom) und Winkelblockglaukom. In den häufigsten Fällen handelt es sich um ein Offenwinkelglaukom. Dabei kommt es im Verlauf von Jahren zu einem schmerzlosen Ansteigen des Augeninnendrucks mit Schädigung des Sehnervs. Ursache dafür ist die schlechte Durchblutung des Sehnervenkopfes bei Drucksteigerung im Auge, bedingt durch eine Abflussbehinderung des Kammerwassers. Risikofaktoren sind dabei: erkrankte Verwandte 1.Grades, erhöhtes Lebensalter, schwere kardiovaskuläre Erkrankungen, Myopien < 5.00dpt, niedriger Blutdruck und dunkle Hautfarbe.

Beim akuten Winkelblockglaukom (Glaukomanfall) kommt es zu einem akuten, meist einseitigen massiven Anstieg des Augeninnendrucks. Je nach Glaukomtyp variieren die Beschwerden, alle Glaukome führen jedoch zu Gesichtsfeldausfällen bis zur Erblindung.

Therapie

  • medikamentöse Therapie (z.B. Betablocker in Form von Augentropfen)
  • eine Laser- Trapekuloplastik (dabei wird mittels Laserschüssen ins Trabekelwerk der Abfluss des Kammerwassers verbessert)
  • oder eine Laser- Iridotomie (mit dem Laser wird ein Loch in der peripheren Iris erzeugt, durch welches das Kammerwasser abfliessen kann).
Glaukomoperation

Was Sie selbst tun können:
Da man häufig nicht über Beschwerden klagt, die Gesichtsfeldausfälle allmählich entstehen und dies erst bemerkt wird, wenn das zentrale Sehen betroffen ist, empfiehlt es sich ab dem 40. Lebensjahr regelmässig den Augeninnendruck überprüfen zu lassen.

Grauer Star (Katarakt)

Trübungen in der Augenlinse bezeichnet man als grauen Star (Katarakt). In 90% der Fälle ist die Veränderung altersbedingt. Gelegentlich findet sich eine Katarakt auch bei jüngeren Menschen, bei Allgemeinerkrankungen, anderen Augenerkrankungen oder nach einem Trauma (Unfall, Operation, Strahleneinwirkung).

Unabhängig von der Ursache der schmerzlosen Augenlinsentrübung kommt es zu charakteristischen Sehstörungen: Unschärfe, verzerrtes Sehen, Lichtempfindlichkeit und die Intensität der Farben wird schlechter wahrgenommen.

Eine medikamentöse Therapie des grauen Stars gibt es nicht, die getrübte Augenlinse muss entfernt werden (Kataraktoperation).

Netzhautablösung (Ablatio retinae, Amotio retinae)

Als Netzhautablösung wird die Abhebung der neurosensorischen Netzhaut vom Pigmentepithel bezeichnet. Die häufigste Form ist die Netzhautablösung infolge eines Netzhautrisses, dieser entsteht durch eine anlagebedingte Verdünnung der peripheren Netzhaut und dem Zug des Glaskörpers an der Netzhaut. Risikofaktoren sind dabei das höhere Lebensalter, hohe Kurzsichtigkeit (Myopie) und Aphakie (Linsenlosigkeit eines Auges).

Symptome können sich über mehrere Tage entwickeln, meist werden Lichtblitze, ein „Russregen“ (oder auch „Schwebeteilchen-Schauer“) und periphere Gesichtsfelddefekte in Form von Schatten beobachtet. Auch ein „Vorhang“, der sich von oben über das Auge senkt und Sehstörungen werden beschrieben.

Netzhautrisse, die noch nicht zu einer Netzhautablösung geführt haben, werden mittels eines Lasers verschweisst. Bei einer Netzhautablösung werden Netzhaut und retinales Pigmentepithel durch das Aufnähen einer Silikonplombe wieder zusammengebracht.

Bei den oben genannten Symptomen sollten Sie sofort einen Augenarzt in einer Augenklinik aufsuchen!

Verletzungen

Die häufigsten Traumen am Auge sind oberflächliche Verletzungen des vorderen Augenabschnitts, z.B. Fremdkörper, die sich in Binde- oder Hornhaut festsetzen. In jedem Fall kommt es dabei zu einem starken Fremdkörpergefühl oder sogar Schmerzen, Lichtempfindlichkeit, starkem Tränenfluss und einer geröteten, gereizten Bindehaut. Je nach Art, Tiefe und Ort wird der eingenistete Fremdkörper entfernt, das Auge erhält einen sterilen Verband, antibiotische Salbe oder sogar eine therapeutische Kontaktlinse. Bei Prellungen durch Gewalteinwirkung (Squashball, Sektkorken, Faustschlag) oder bei perforierenden Verletzungen (durch einen stumpfen oder spitzen Gegenstand) kann das Auge auch von innen verletzt werden. In solchen Fällen wird vor einem operativen Eingriff zunächst die Orbita (knöcherne Augenhöhle) geröntgt.

Auch durch UV-Strahlen kann ein Trauma am Auge entstehen (z.B. Schweissarbeiten, Hochgebirge), die man mit Augensalben und Schmerzmittel therapiert.

Traumas nach Verbrennungen und Verätzungen können ja nach Grad der Verletzung am Auge massive Schädigungen verursachen. Wichtig ist hier, dass man das verletzte Auge sofort ausgiebig (Wasser, Kochsalzlösung, Pufferlösung) ausspült. Danach folgt eine Therapie mit Augentropfen und Steroiden.

Risswunden der Augenlider durch Windschutzscheiben- oder Hundebissverletzungen sind leider nicht selten, heilen aber in der Regel gut. Werden die Lidränder und die Tränenkanälchen verletzt, so müssen diese sorgfältig rekonstruiert werden, weil ansonsten funktionelle Einbussen und Schäden am Auge entstehen können.

Keratoconus

Der Keratoconus ist eine Erkrankung der Hornhaut aufgrund einer Stoffwechselstörung. Die Hornhaut wölbt sich kegelförmig nach aussen und wird dabei dünner. Es entsteht eine unregelmässige Hornhautvorderfläche, die Bilder auf der Netzhaut werden verzerrt abgebildet, die Kurzsichtigkeit (Myopie) nimmt zu und die Sehschärfe nimmt ab. Die Veränderung ist anlagebedingt, tritt meist schon im Jugendalter auf, betrifft beide Augen (ein Auge ist stärker betroffen) und ist fortschreitend. Oft ist der Keratoconus kombiniert mit anderen allergischen Erkrankungen (z.B. Neurodermitis).

Zunächst lässt sich diese Fehlsichtigkeit mit Brille, später dann vor allem mit formstabilen Kontaktlinsen korrigieren. Die Anpassung solcher Speziallinsen ist schwierig und aufwendig. Die Oberfläche der Hornhaut (Topographie) wird genau ausgemessen, damit eine optimale Passform der Kontaktlinse gefunden werden kann. In 20- 30% der Fälle kann eine Hornhauttransplantation notwendig werden, dies ist aber nur bei stark eingetrübten Hornhäuten, bei Intoleranz von Kontaktlinsen oder Narbenbildung erforderlich.

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist in der westlichen Welt die häufigste Erblindungsursache bei Personen über 65 Jahren. Die Ursache ist eine Funktionsstörung des retinalen Pigmentepithels.Die Pigmentepithelzellen kommen ihrer Transportfunktion nicht mehr nach, so dass sich die Stoffwechselprodukte anhäufen und ablagern.

Die Pigmentepithelzellen gehen zugrunde und es entstehen Lücken in der Membran (trockene Makuladegeneration).

Die trockene AMD ist mit einem Anteil von 90% die weit häufigste Form. Die beschriebenen Symptome haben einen langsamen Verlauf (kann über Monate oder sogar Jahre gehen), meist sind beide Augen in unterschiedlichen Stadien betroffen und immer ist ein grauer Schatten beobachtbar, welcher immer dort auftaucht, wo man hinschaut. Bei den genannten Symptomen sollten Sie sofort einen Augenarzt in einer Augenklinik aufsuchen.

Bei der feuchten AMD kommt es neben der geschädigten Membran noch zu einem Zusammenbruch der äusseren „Schranke“ und die Blutgefässe der Aderhaut verändern sich. Es kommt zu einer schnelleren Sehverschlechterung, die Sehschärfe nimmt stark ab und die fixierten Objekte sind plötzlich verzerrt.

Bindehautentzündung

Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) äussert sich durch die Rötung und Schwellung der Lider, Augenbrennen, verstärkten Tränenfluss und erhöhte Lichtempfindlichkeit. Gleichzeitig kann ein Gefühl auftreten, als habe man einen Fremdkörper im Auge. Wird eine Bindehautentzündung durch einen Virus ausgelöst, so beginnen die Beschwerden oft zuerst auf einem Auge und greifen dann später auf das andere Auge über. Bei einem bakteriellen Infekt kommt es zu eitrigen Absonderungen der Bindehaut.

Eine Bindehautentzündung kann verschiedene Ursachen haben. Meistens sind eingedrungene Fremdkörper, Überanstrengung der Augen, trockene Augen, starke Sonnenbestrahlung, Wind, Rauch, giftige Dämpfe, Chemikalien oder Infektionen durch Krankheitskeime verantwortlich. Auch Allergien können Bindehautentzündungen auslösen, vor allem beim Heuschnupfen.

Die infektiöse Bindehautentzündung kann, wenn keine frühzeitige Behandlung erfolgt, das Auge schädigen. Bei der allergischen Konjunktivitis kommt es zu keinen ernsthaften Komplikationen.

Wann zum Arzt?

  • bei Fieber oder einer Verschlechterung des Allgemeinbefindens
  • bei Sehstörungen
  • starke Schmerzen
  • eitrige Absonderungen
  • Selbstbehandlung erbringt innerhalb kurzer Zeit keine Verbesserung

Was Sie selbst tun können:
Eine Sonnenbrille schützt das Auge nicht nur vor den schädlichen UV- Strahlen, sondern auch vor Wind und Staub. Kurzfristig kann man reizlindernde Augentropfen verwenden (höchstens 3 Tage). Die Augen nicht mit Kamille oder ähnlichen Hausmittelchen reinigen. Pflanzliche Stoffe reizen die empfindliche Bindehaut zusätzlich und können allergische Reaktionen auslösen.

Augenoperation

Hier finden Sie mehr Informationen zu den häufigsten Augenoperationen!

Glaukomoperation (Trabekulektomie)

Sind eine medikamentöse Therapie und Laserbehandlung nicht erfolgreich, ist eine Operation indiziert. Dabei wird im Bereich des Trabekelmaschenwerks (Hauptabflussstruktur, lockeres, schwammartiges Gewebe in der Kammerwinkelbucht) eine Öffnung der Vorderkammer angelegt, d.h. es wird ein künstlicher Abflussweg für das Kammerwasser geschaffen.

Kataraktoperationen

Bei der Kataraktoperation wird heutzutage vor allem die sogenannte extrakapsuläre Kataraktextraktion angewandt. Dabei wird die Linsenkapsel im Auge belassen und nur der Linsenkern und die Linsenrinde entfernt. Dies erfolgt meist mit Hilfe eines Ultraschalls, der diese Teile zertrümmert, der Linsenkern und die weichen Rindenteile werden mit einem Saug- Spül-Verfahren abgesaugt. In den verbleibenden Kapselsack wird eine künstliche Linse (Hinterkammerlinse) implantiert.

Nur in seltenen Fällen kommt es nach der Operation zum sogenannten „Nachstar“, dieser entsteht durch die Trübung der hinteren Linsenkapsel. Einige Wochen oder Monate nach der Operation kann mit Hilfe eines Lasers das Zentrum der Kapsel geöffnet werden, ohne dass sich die künstliche Linse lockert.

Schieloperationen

Bei der Behandlung des offensichtlichen Schielens (Strabismus) bei Kleinkindern wird zunächst eine Okklusionsbehandlung (Abdeckung des stärkeren Auges) durchgeführt, um die Sehschärfe des schwächeren Auges zu verbessern. Daran schliesst sich im Vorschulalter eine Operation an. Dabei wird der zu stark wirkende Muskel geschwächt, indem sein Ansatz zurück verlagert wird. Der zu schwache Muskel wird verkürzt.

Laser (refraktive Chirurgie)

Die angewandten Methoden zur Änderung der Korrektur am Auge sind die PRK (Photorefraktive Keratektomie) und die LASIK (Laser- in- situ Keratomileusis).

Bei der PRK wird die Oberfläche der Hornhaut durch schichtweises Abtragen mit dem Excimerlaser bis zum Erreichen der gewünschten Brechkraft modelliert (Kurzsichtigkeiten bis -6.00 dpt, Übersichtigkeiten bis +3.00 dpt). Nachteile sind mögliche Hornhautnarben und Schmerzen durch die freigelegten Hornhautnerven, bis sich das Epithel (äusserste Schicht der Hornhaut) wieder regeneriert hat. Postoperativ treten oft Schmerzen und Narbenbildung auf, aufgrund dessen diese Methode heute nur noch wenig Anwendung findet.

Die inzwischen am häufigsten angewandte Methode ist heute die LASIK. Bei der LASIK wird vor dem Abtragen der Hornhaut zuerst ein dünnes Hornhautscheibchen abgetrennt und zurückgeklappt. Danach wird das innere Gewebe der Hornhaut mit dem Laser abgetragen. Anschliessend wird das Scheibchen der Hornhaut wieder aufgelegt. Der Patient hat bereits am ersten Tag nach der Operation ein gutes Sehvermögen und geringe Schmerzen (Kurzsichtigkeiten bis -10.00 dpt, Weitsichtigkeiten bis +4.00 dpt, Hornhautverkrümmung bis zu 3.00 dpt).

Es ist dennoch nicht auszuschliessen, dass das Sehen wieder schlechter wird und weiterhin Brille oder Kontaktlinse getragen werden muss. Eine Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) kann nicht korrigiert werden.

Informieren Sie sich im Vorfeld sehr genau über Kosten, Komplikationen, Prognosen, Konsequenzen bei Nichterfolg und auch über die von Ihnen ausgewählte Augenklinik! Im Internet finden sich viele Foren, in denen sich die Betroffenen miteinander austauschen.

Implantate

Bei der Implantation wird eine künstliche, sogenannte intraokuläre Linse ins Augeninnere eingesetzt, d.h. zusätzlich zur natürlichen Linse, die im Auge belassen wird. Die natürliche Linse bleibt damit unangetastet. Zwei Verfahren der Implantation werden heutzutage angewandt:

Die erste Methode ist die Implantation einer an der Iris fixierten Linse in die Vorderkammer (vor der Iris liegend) nach dem Wäscheklammerprinzip oder die zweite Methode die Implantation einer Linse in die Hinterkammer (hinter der Iris liegend). Es handelt sich um ein reversibles Verfahren, d.h. die künstliche Linse kann jederzeit wieder herausgenommen werden. Die Entscheidung , ob überhaupt eine künstliche Linse implantiert werden kann, hängt davon ab wie viel Platz im Augeninneren vorhanden ist, damit die künstliche Linse das Auge nicht schädigen kann.

Kurzsichtige Augen (Myopie) haben meistens einen längeren Augapfel als normale Augen, dies wirkt sich auch auf die Vorderkammertiefe aus. Myope erfüllen damit die anatomischen Voraussetzungen für eine Implantation besser als übersichtige Augen (Hyperopie). Hyperope Augen sind generell kürzer und enger gebaut und erfüllen deshalb die anatomischen Bedingungen seltener.

In manchen Fällen kann weder die Lasermethode noch die Implantation einer zusätzlichen Linse durchgeführt werden. Der vollständige Ersatz der vorhandenen natürlichen Linse kann durch eine künstliche Linse vorgenommen werden, quasi eine frühzeitige Kataraktoperation, bei der nicht die Entfernung der trüben Linse im Vordergrund steht, sondern der Ersatz der natürlichen Linsen zur Behebung einer ansonsten nicht zu korrigierenden Fehlsichtigkeit.

Transplantat

Die Hornhaut (Cornea) ist das „Fenster des Auges“. Jede Veränderung der Transparenz führt zwangsläufig zu einer Verschlechterung des Sehvermögens. Die häufigsten Gründe sind eine Eintrübung der Hornhaut infolge von Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze, eine Hornhautverdünnung, Verletzungen, Verätzungen oder angeborene Erkrankungen (z.B. Keratoconus).

In manchen Fällen hilft dann nur noch eine Hornhauttransplantation (Keratoplastik). Die erkrankte, eingetrübte Hornhaut wird entfernt und durch das klare Hornhautscheibchen eines Spenders ersetzt. Das Transplantat wird mit einem Nylonfaden mit 4 Einzelknüpfnähten fixiert. Danach wird in der Regel eine doppelt gekreuzte diagonale Naht genäht. Die Einzelknüpfnähte werden am Ende der Operation wieder entfernt.

Der Eingriff wird entweder in örtlicher Betäubung oder in Narkose durchgeführt und dauert etwa 45 Minuten. Die Entfernung des ersten Fadens wird frühestens 4 bis 6 Monate, die des zweiten Fadens frühestens 12 bis 18 Monate durchgeführt. Nach einer erfolgreichen Transplantation muss meistens eine formstabile Kontaktlinse angepasst werden, um eine optimale Sehschärfe zu erhalten.

Die Keratoplastik ist die älteste Transplantation und auch die häufigste. Allein in Deutschland bekommen etwa 3000 bis 4000 Patienten im Jahr eine Spenderhornhaut. Die Chance auf eine erfolgreiche Verpflanzung ist zwar höher als bei den meisten Organtransplantationen, trotzdem sind Abstossungsreaktionen immer noch das Hauptproblem. Obwohl die Hornhaut keine Blutgefässe besitzt und dadurch eine günstige Voraussetzung für die Akzeptanz des Spendermaterials darstellt, treten bei 18% der Fälle in den ersten drei Jahren häufig Abstossreaktionen auf. Eine gute Möglichkeit zur Verbesserung der Prognose bietet das sogenannte HLA- Matching, d.h. man sucht für den Empfänger ein Spendergewebe, das mit seinen persönlichen Gewebsmerkmalen möglichst genau übereinstimmt.

Für mehr Informationen: Universitäts-Augenklinik Freiburg im Breisgau

Crosslinking

Beim Crosslinking handelt es sich um eine sogenannte Vernetzungsbehandlung der Augenhornhaut. Dabei wird die biomechanische Festigkeit des Hornhautgewebes durch Riboflavin (Vitamin B2) und UV-Strahlung verstärkt.
Diese Art der Gewebsverstärkung wird bereits seit Jahren in der Orthopädie, bei Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen und in der Herzchirurgie angewandt.
Am Auge wird diese therapeutische Behandlung vor allem bei Betroffenen mit Keratoconus, aber auch bei Patienten mit einer Hornhautverdünnung nach einem Augenlasereingriff, eingesetzt.

Das Riboflavin absorbiert die UV-Strahlung und verhindert dadurch, dass Licht in tiefere Schichten des Auges eindringt und Schäden verursacht. Zudem setzt das Riboflavin reaktionsfreudige Sauerstoffverbindungen frei, die für die Quervernetzung die nötige Energie liefern.

Die Behandlung wird ambulant durchgeführt und dauert etwa zwei Stunden.
Graphik Crosslinking EM 480
Graphik: Elisabeth Muckenhirn

Wichtig zu wissen:

  • Für den Eingriff ist nicht nur eine bestimmte Hornhautdicke notwendig, sondern auch die Hornhautfestigkeit entscheidend.
  • Das Crosslinking wird nur dann angewandt, wenn sich der Keratoconus über einen längeren Zeitraum in einem progressiven Stadium befindet.
  • Durch ein Crosslinking kann ein Keratoconus nicht geheilt werden, aber das Fortschreiten kann verlangsamt oder gestoppt werden.
  • Nach der Behandlung ist es weiterhin notwendig die optimale Sehschärfe mit einer Brille oder mit Kontaktlinsen zu korrigieren.

Für mehr Informationen: Universitäts-Augenklinik Freiburg im Breisgau

Allgemeine Erkrankungen

Einige allgemeine Erkrankungen haben einen mehr oder wenigen starken Einfluss auf das Auge und die damit verbundene Sehleistung. Hier finden Sie lediglich eine kleine Auswahl aus der Vielzahl der Krankheiten, die sich auf das Auge auswirken können.

Bluthochdruck

Von Bluthochdruck (Hypertonie) spricht man, wenn der Druck in den Arterien krankhaft auf einen oberen (systolischen) Wert von über 140mm HG und einen unteren (diatolischen) Wert von über 90mm HG gesteigert ist. Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit und betrifft 25 - 35% der erwachsenen Bevölkerung, ab dem 70. Lebensjahr bei sogar 60 -70%.

Vor allem bei bereits vorhandenen Gefässerkrankungen, Nieren- und Herzschwäche ist ein Bluthochdruck angezeigt. Abgesehen davon sind begünstigte Faktoren: familiäre Neigung, Übergewicht, Bewegungsmangel, hoher Salzkonsum, hoher Alkoholkonsum und eine niedrige Kalziumzufuhr verantwortlich.

Hinweise auf einen zu hohen Blutdruck können sein: Schwindel, Kopfschmerz, Kurzatmigkeit, Nervosität, plötzliche Sehverschlechterung und eine spät auftretende Kurzsichtigkeit.

Bei akutem Bluthochdruck kommt es zudem zu: Übelkeit, Erbrechen, Taubheitsgefühl und Durchblutungsstörungen an Händen und Füssen, Nasenbluten, schwere Atemnot und ein Gefühl von Herzenge. Bei diesen Symptomen handelt es sich um einen Notfall. Bitte konsultieren Sie einen Notfallarzt, da die Gefahr eines Schlaganfalls besteht!

Folgende Veränderungen treten am Auge auf:
Direkte und dauerhafte Schäden am Auge (Blutungen, Schwellungen an der Netzhaut) treten nur beim sehr hohen Blutdruck auf. Durch den häufig leicht erhöhten Blutdruck werden aber langfristig die kleinen Blutgefässe des Auges geschädigt, die Sauerstoffversorgung des Gewebes wird eingeschränkt. So kann es zu einem Absterben der Sehnerven kommen, aber auch zu Gefässverschlüssen (Thrombosen) im Auge oder bei starker Schädigung sogar bis zur Erblindung führen. Auch ein grüner Star kann als Folgeerkrankung entstehen. Kommt es zu einem Gefässverschluss am Auge wird der Betroffene eine plötzliche Sehverschlechterung bemerken. Dies ist ein Notfall! Bitte konsultieren Sie einen Augenarzt in einer Augenklinik!

Hinweis: bei einem zu niedrigen Blutdruck ist es möglich, dass man etwas verschwommen sieht oder einem „schwarz vor Augen“ wird. Dies geht aber vorüber. Trinken Sie ein zuckerhaltiges Getränk oder ein nehmen Sie ein Bonbon, damit der Zuckerhaushalt wieder hergestellt ist.

Was Sie selbst tun können:

  • Trotz Aufklärung bemerken die Betroffenen oft nicht, dass Sie einen zu hohen Blutdruck haben, deshalb ist es umso wichtiger die Blutdruckwerte überprüfen zu lassen.
  • Sollten Sie unter Bluthochdruck leiden, dann ist es sehr empfehlenswert regelmässig einen Augenarzt aufzusuchen, damit der Augenhintergrund (Fundus) überprüft werden kann. Früherkennung ist dabei sehr wichtig!

Rheumatische Erkrankungen

Bei fast allen entzündlich-rheumatischen Systemerkrankungen kommt zu einer Beteiligung der Augen. Deshalb sollte jeder Betroffene auch einen Augenarzt konsultieren.

Bei der rheumatischen Arthritis kommt es häufig zu einer sogenannten Sicca- Symptomatik (lat. sicca = trocken). Dabei kommt es zu einer mangelhaften Benetzung der Bindehaut und Hornhaut, verursacht durch eine Instabilität des Tränenfilms und /oder einer verminderten Bildung von Tränenflüssigkeit. Augenbrennen, Fremdkörpergefühl („Sand in den Augen"), Augenrötungen und Augenentzündungen sind die Folge. Augenärzte verschreiben in diesen Fällen künstliche Tränen und Gels, die die Symptome lindern.

Eine weitere Erkrankung der Augen im Zusammenhang mit einer Arthritis ist die Skleritis (Entzündung der Lederhaut) und Episkleritis (Entzündung des „lockeren" Bindegewebes zwischen Lederhaut und Bindehaut). Es kommt zu einer Rötung der Sklera, bzw. Episklera und gegebenenfalls zu Augenschmerzen. Im Vergleich zur Sicca- Symptomatik kann die Therapie mit cortisonhaltigen Augensalben weiterhelfen.

Diabetes

Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist eine Stoffwechselkrankheit, die viele Menschen betrifft und weltweit stark zunimmt. Bei dieser Stoffwechselerkrankung versagt die Steuerungsfunktion des Hormons Insulin, welches in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und für die Regulierung der Zuckerkonzentration im Blut verantwortlich ist.

Insulin ist lebensnotwendig und nicht ersetzbar, denn es ist das einzige Hormon des Körpers, das den Blutzuckerspiegel konstant hält.

Man unterscheidet zwischen Typ1- und Typ2- Diabetes. Beim Diabetes mellitus Typ1 sind vor allem jüngere Menschen betroffen, die körpereigene Produktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse kommt vollständig zum Erliegen. Dies geschieht durch körpereigene Eiweisse (Antikörper), die die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstören.

Beim Diabetes mellitus Typ2 kann Insulin nicht mehr in ausreichender Menge gebildet werden oder die Wirkung des Insulins im Körper ist gestört, d.h. die Körperzellen sind „insulinresistent“. Die Hauptgründe für Diabetes mellitus Typ2 ist vor allem Übergewicht, zu hohe Kalorienzufuhr, Bewegungsmangel. Aus diesem Grund muss nicht nur der Blutzucker, sondern auch das Cholesterin und der Blutdruck kontrolliert werden. Eine gesunde Lebensweise und der Verzicht auf das Rauchen sind unabdingbar.

Folgende Veränderungen treten am Auge auf:

  • vorübergehende Sehstörungen, plötzliches Auftreten einer Kurzsichtigkeit im Erwachsenenalter bei rasch ändernden Blutzuckerspiegel (Grund: die Schwankungen führen zur Quellung oder Entwässerung der Augenlinse und damit zu Veränderungen in der Breckraft)
  • Entzündungen im Lidbereich, z.B. Gerstenkorn
  • Eintrübung der Augenlinse (grauer Star, Katarakt)
  • plötzlich auftretende Doppelbilder, die im Laufe der Zeit wieder verschwinden (Grund: Augenmuskellähmungen aufgrund von Durchblutungsstörungen)
  • Durchblutungsstörung der Netzhaut (diabetische Retinopathie), diese ist sehr kritisch, weil sie das Sehvermögen massiv bedroht
Je früher die Retinopathie entdeckt wird und behandelt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

Therapie

bei Netzhautveränderungen kann in bestimmten Fällen eine Laserbehandlung durchgeführt werden, in anderen Fällen wird medikamentös behandelt. Bei fortgeschrittener Erkrankung muss operativ der Glaskörper entfernt werden (Vitrektomie).

Was Sie selbst tun können:
  • Vermeidung von Übergewicht
  • Verzicht auf das Rauchen
  • regelmässige Bewegung
  • Einhalten der Diätempfehlungen
  • regelmässige Kontrolle des Blutzuckers und damit exakte Einstellung der Werte
  • Bluthochdruck und Cholesterin müssen gemessen und gegebenenfalls reguliert werden
  • Diabetiker sollten 1x im Jahr zum Augenarzt für eine Untersuchung des Augenhintergrunds

Multiple Sklerose

Bei der Multiplen Sklerose (MS) wird die Informationsübertragung der Nervenzellen im zentralen Nervensystem gestört. Was im Normalfall blitzschnell geht, funktioniert bei MS viel langsamer oder überhaupt nicht mehr. Schuld daran ist eine „Entgleisung“ des Immunsystems.

Häufig sind bei den MS Patienten die Augen betroffen, insbesondere bei den jüngeren Patienten, welche unter der schubförmigen MS leiden, kommt es zu einer Entzündung des Sehnervs hinter dem Augapfel (Opticusneuritis). In 20- 30% der Fälle ist die Opticusneuritis das 1. Symptom bei der Multiplen Sklerose.

Die Symptome beginnen meist einseitig: Schmerzen im Bereich des Augapfels, geweitete Pupillen, verschwommenes Sehen, Verminderung der Sehschärfe, schleichende Verschlechterung des Sehens, „Flusen- oder Mückensehen“ (mouches volantes), bei akutem Schub werden Schmerzen bei den Augenbewegungen wahrgenommen, Beeinträchtigung des Farbensehens, vorübergehende Doppelbilder, ungerade Linien, und das Springen der Buchstaben beim Lesen. Häufig werden auch einseitig unwillkürliche und ruckartige Augenbewegungen beobachtet (Nystagmus).

Bei einem Viertel der Betroffenen kann es zu einer Entzündung des Augeninnern (Uveitis) und zu entzündlichen Ablagerungen vor der Augenlinse kommen. Eine Folge der Uveitis ist das sogenannte Makulaödem, dabei kommt es zu einer Flüssigkeitsansammlung in der Netzhaut an der Stelle des schärfsten Sehens (Makula). Damit wird das Sehen massiv eingeschränkt.

Therapie

eine schnelle Wirksamkeit in der Akutbehandlung erreicht man mit Kortison und Medikamenten.

Marfan Syndrom

Beim Marfan-Syndrom handelt es sich um eine angeborene Gewebesschwäche.

Die Betroffenen haben einen schmalen Körperbau, überproportional lange Arme und Beine, feingliedrige Finger und Zehen, lange schmale Gesichter. Die Bewegung der Gelenke ist eingeschränkt und mit Schmerzen verbunden, dazu kommt, dass die Muskulatur schwach entwickelt ist.

Bei 70% der Betroffenen ist die natürliche Lage der Augenlinse verändert, oft wird ein Schlottern der Iris festgestellt und haben eine starke Kurzsichtigkeit (Grund: die Augenlinse ist an sogenannten Zonulafasern aufgehängt. Da aber die Fasern aus Bindegewebe bestehen und dies bei den Betroffenen geschwächt ist, kann sich die Augenlinse nicht mehr zentrieren. Die Augenlinse kann teilweise oder ganz aus ihrem Haltemechanismus herausrutschen (Subluxation, Luxation).

Dies entwickelt sich meist im Kleinkinderalter oder in der Pubertät. Später kann sie durch äusserliche Einwirkungen ausgelöst werden, z.B. durch Schläge auf den Kopf oder durch einen Sprung ins Wasser. Da die Verlagerung der Augenlinse selten bei anderen Krankheiten auftritt, ist sie ein wichtiges Merkmal zur Feststellung des Marfan- Syndroms.

Folgende weitere Veränderungen treten am Auge auf:
  • Schielen
  • eine vergrösserte Hornhaut
  • erhöhter Augeninnendruck
  • Plötzlich auftretende Sehprobleme (Blitze, Schatten) können ein Anzeichen für eine Netzhautablösung sein. Bitte konsultieren Sie sofort einen Augenarzt in einer Augenklinik!

Medikamente

Medikamente, die ärztlich verordnet wurden oder aber auch ohne ärztliche Empfehlungen eingenommen werden, können Auswirkungen auf die Augen und das Sehen haben.

Lesen Sie die Packungsbeilage der Medikamente immer aufmerksam durch und fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt oder Apotheker.

Antihistaminika

... sind Arzneimittel, die im Organismus die körpereigene Substanz Histamin aufheben oder abschwächen. Diese Medikamente werden vor allem bei allergischen Erkrankungen, Hauterkrankungen, Schlafstörungen, Übelkeit, Erbrechen und Erkältungskrankheiten angewendet. Beim akuten Winkelblockglaukom dürfen diese Medikamente nicht eingenommen werden, da sie den ohnehin bereits stark erhöhten Augeninnendruck noch verstärken. Symptome wie stark eingeschränktes Sehen, Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen sind Anzeichen einer möglichen Erblindung und bedeuten einen Notfall!

Aspirin

Augenärzte empfehlen bei einer bevorstehenden Augenoperation auf die Einnahme von Aspirin zu verzichten, da sich Blutungen im Auge oder nach einem Trauma verstärken können.

Akne-Medikamente

Bei der Behandlung von Akne werden häufig Medikamente eingesetzt, welche nicht nur die Schleimhaut des Auges austrocknen. Symptome wie Trockenheitsgefühl, Fremdkörpergefühl, Rötungen, Brennen und sogar undeutliches Sehen können auftreten. Salben und Benetzungstropfen lindern die Symptome. Es gibt in der Aknebehandlung auch Medikamente, die eine Verfärbung der Sklera (Lederhaut) und anderer Körperteile (Haut, Zähne, Nägel) verursachen. Eine Absetzung des Medikamentes kann die Verfärbungen beheben.

Antidepressiva / Beruhigungsmittel

Diese Medikamente können vor allem zu trockenen Augen und damit zu Einschränkungen im Tragekomfort mit Kontaktlinsen führen. Auch kann es zu Schwierigkeiten bei der Nah- und Fernsicht kommen (Akkommodationsfähigkeit). Konsultieren Sie auf alle Fälle Ihren Augenarzt bei der Einnahme von Antidepressiva, wenn Sie einen erhöhten Augeninnendruck haben, um auszuschliessen, dass sich das Risiko eines akuten Winkelblockglaukoms erhöht.

Herzrhythmusstörung

Arzneimittel zur Behandlung von zahlreichen Herzrhythmusstörungen können eine Entzündung des Sehnervs hinter dem Augapfel (Opticusneuritis) verursachen. Deshalb ist es wichtig, dass die Betroffenen regelmässig einen Augenarzt aufsuchen.

Östrogene

... werden nach der Menopause eingesetzt, um den Hormonmangel auszugleichen. Dies hat häufig zur Folge, dass Kontaktlinsen schlechter vertragen werden. Linderung verschaffen Benetzungstropfen und die richtige Wahl des Kontaktlinsenmaterials und dessen Pflege.

Rheumatische Erkrankungen

Entzündungshemmende Medikamente, die z.B. bei der rheumatischen Arthritis oder bei der Lupuserkrankung angewandt werden, können in seltenen Fällen Netzhautprobleme, die das zentrale Sehen (Makula) beeinträchtigen, verursachen. Symptome, wie undeutliches Sehen, Beeinträchtigung des Farbensehens und schwarze Zonen im Bereich des Sehens werden beschrieben. Wird das Medikament allerdings richtig dosiert, kommt es selten zu Komplikationen.

Verhütungsmittel

... können Probleme mit den Augen verursachen. Sie können zu Veränderung des Tränenfilms führen und damit ein Trockenheitsgefühl verursachen.

Steriode

... werden bei Asthma oder nach Transplantationen als Entzündungshemmer eingesetzt. Werden Steroide über einen längeren Zeitraum eingenommen, kann sich ein grüner Star (Glaukom) entwickeln. Auch ein grauer Star (Katarakt) ist durch die Einnahme der Steroide möglich. Der graue Star entwickelt sich meist im hinteren Bereich der Augenlinse.

Alkohol / Nikotin

Beim dauerhaften Alkoholkonsum werden die Augen immer in Mitleidenschaft gezogen. Eine Alkoholvergiftung führt nicht nur zur Einschränkung der Akkommodation (Fähigkeit des Auges, sich auf unterschiedliche Distanzen einzustellen) und des Sehens (auch Doppelsehen), sondern auch zu roten Augen und einer Schädigung des Sehnervs. Ein einmaliger erhöhter Alkoholkonsum kann eine Migräne mit Lichtblitzen verursachen. Der Genuss von Nikotin hat einen sehr ungünstigen Einfluss auf das Wohlbefinden der Augen, dies besonders bei allen Gefässerkrankungen (Bluthochdruck, Cholesterin). Zudem ist die Gefahr einer Makuladegeneration und des grauen Stars (Katarakt) erhöht.

Drogen

Auch bei der Einnahme von illegalen Drogen kann das Sehen erheblich eingeschränkt werden. Marijuana verursacht nicht nur Halluzinationen, sondern auch rote Augen und erweiterte Pupillen. Kokain kann zu Infektionen an der Hornhaut führen. Eine durch das Kokain erfolgte „Anästhesie des Auges" sorgt dafür, dass Verletzungen an der Hornhaut oft nicht bemerkt werden und sich dann sogar Narben bilden können. Im schlimmsten Fall wird das Sehen durch die Narbe erheblich eingeschränkt. Intravenös zugeführte Drogen können zu einer Ablagerung an der Netzhaut führen und damit die Durchblutung in der Netzhaut verringern. Dies hat zur Folge, dass es zu massiven Schäden und damit zu Sehverlusten kommt. Amphetamine (Speed, Pep) sind synthetisch stimulierende Drogen, die einen grossen Einfluss auf die Akkommodationsfähigkeit (Fähigkeit des Auges, sich auf unterschiedliche Distanzen einzustellen) haben. Die Pupillen sind stark erweitert und dadurch besteht die Gefahr des grünen Stars (Glaukom). Sehverlust, Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen sind Symptome für den grünen Star und sind ein Notfall!

Adresse

Hecht Contactlinsen GmbH
Dorfstrasse 2-4
79280 Au bei Freiburg
Baden-Württemberg
Deutschland
Tel. +49(0)761 40105-0
Fax +49(0)761 40105-22

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