Fühlbar veränderte Anzeichen

Fremdkörpergefühl

Das Auge des Kontaktlinsenträgers ist Fremdkörpern stärker ausgesetzt als das des Brillenträgers. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Tränen ab und zu ein Staubpartikel aufnehmen und dieser unter die Kontaktlinsenrückfläche gerät. Die Reaktion ist ein spontaner und heftiger Schmerz, der solange anhält, bis der Eindringling wieder verschwunden ist. Sollte das Fremdkörpergefühl trotzdem anhalten, könnte die Kontaktlinse einen Defekt aufweisen oder auf der Kontaktlinsenfläche ein Fremdkörper angeheftet sein. Auch eine schlecht sitzende Kontaktlinse kann nach längerem Tragen ein Fremdkörpergefühl auslösen.

Bei Neueinsteigern von Kontaktlinsen (vor allem bei formstabilen Kontaktlinsen) kann es in der ersten Gewöhnungsphase zu einem leichten Fremdkörpergefühl kommen, welches aber nach stetig längerem Tragen allmählich nachlässt.

Was Sie selbst tun können:
  • Möglichst blinzeln, um den Fremdkörper auszutränen.
  • Informieren Sie Ihren Kontaktlinsenanpasser, falls das Fremdkörpergefühl mit der Linse nicht nachlässt.

Lichtempfindlichkeit

Unterschiedliche Ursachen können zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit (Photophobie) führen. Trockene Augen, eine Bindehautentzündung oder eine Verletzung der Hornhautoberfläche durch einen Fremdkörper können eine erhöhte Blendempfindlichkeit auslösen. Im Alter kann auch der graue Star (Katarakt) zu einer Lichtempfindlichkeit führen, weil das Licht in den eingetrübten Augenmedien stärker gestreut wird. Bei einer Sehverschlechterung, die durch die Brille oder mit der Kontaktlinsen nicht mehr zu verbessern ist, empfiehlt es sich einen Augenarzt aufzusuchen und sich über die Abhilfemöglichkeiten zu informieren.

Sollte man farbige Lichtkränze um Lichtquellen beobachten, dann ist es wichtig den Augenoptiker oder Augenarzt darüber zu informieren (es könnte sich beim Kontaktlinsenträger um einen Sauerstoffmangel der Hornhaut handeln).
Sollte die Lichtempfindlichkeit gleichzeitig mit Schmerzen verbunden sein, dann bitte sofort einen Augenarzt konsultieren.

Was Sie selbst tun können:
  • Bei einer ständig leichten Lichtempfindlichkeit ist es am besten eine Sonnenbrille zu tragen.
  • Sollte es gleichzeitig zu trockenen Augen kommen, dann helfen auch Benetzungstropfen.

Juckreiz

Durch eine unpassende Pflege der Kontaktlinsen kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Möglicherweise werden auch die Kontaktlinsen in Mitleidenschaft gezogen (Kontaktlinsenoberfläche verändert sich), was zu einer Unverträglichkeit der Linsen führen kann.

Bei Kontaktlinsenträger (vor allem bei Weichlinsenträger) kann es aufgrund von verschmutzten Kontaktlinsen (Proteinablagerungen) zu einer allergisch-toxischen Reaktion auf die Antigene kommen, welche sich auf der Kontaktlinsenoberfläche befinden. Es kann auch durch ein mechanisches Trauma hervorgerufen werden (Ablagerungen auf der Kontaktlinsenoberfläche oder dem Kontaktlinsenrand). Der Kontaktlinsenträger klagt über Juckreiz, Brennen, Sandkorngefühl, unklare Sicht, Fremdkörpergefühl (auch nach Abnahme der Linsen) und Schleimabsonderung am Auge. Bitte informieren Sie Ihren Augenoptiker oder Augenarzt über diese Symptome. Häufig muss man, je nach Stadium, eine Kontaktlinsenpause einlegen, bis zur völligen Zurückbildung der Symptome. Manchmal benötigt man eine zusätzliche medizinische Behandlung durch den Augenarzt.

Was Sie selbst tun können:
  • Verwenden Sie nicht plötzlich ein anderes Kontaktlinsenpflegemittel, ohne Ihren Augenoptiker danach zu fragen. Pflegemittel müssen auf die Kontaktlinsen abgestimmt werden. Ausserdem sind die Angebote in Drogeriemärkten und Supermärkten nicht nur günstig, sondern auch „billig“ konserviert. Dies führt häufig zu einer Unverträglichkeit und kann nicht nur einen Juckreiz auslösen.
  • Für Weichlinsenträger eignen sich besonders konservierungsfreie Pflegemittel (Wasserperoxidsysteme), welche augenverträglicher sind.
  • Verwenden Sie regelmässig (1x in der Woche) eine Proteinreinigung für Ihre Kontaktlinsen.

Müde Augen

Augenermüdung (Asthenopie) ist heutzutage vor allem eine Begleiterscheinung, die sich durch die Tätigkeit vor dem Bildschirm oder durch eine intensive Naharbeit ergibt. Der Helligkeitswechsel zwischen Monitor und Umgebung stellt das Anpassungsvermögen der Augen auf eine harte Probe, ständiges Nahakkommodieren strengt die Augen zusätzlich an. Die Spiegelungen an der Monitoroberfläche und die reduzierte Lidschlagfrequenz beim konzentrierten Arbeiten können zu geröteten und trockenen Augen führen.

Eine falsch oder nicht korrigierte Brille bzw. Kontaktlinse kann zu einer Ermüdung führen. Ein Sehtest durch einen Augenoptiker oder Augenarzt gibt sofort einen Hinweis darauf, ob es eine Änderung der Korrektur braucht.

Was Sie selbst tun können:
  • Blinzeln nicht vergessen (Lidschlagbroschüre)!
  • Legen Sie bei der Computerarbeit regelmässig Pausen für die Augen ein, dafür am besten die Handflächen stark aneinander reiben und die warmen Handflächen auf das Augenpaar legen (Palmieren).
  • Regelmässige Blickwechsel in die Ferne durchführen, das Sehen in die Ferne ist ermüdungsfrei.
  • Achten Sie auf gute Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz (optimal sind 400 bis 600 Lux).
  • Wichtig ist auch eine natürliche und damit auch entspannte Blickrichtung nach unten (etwa 30 Grad).
  • Sollten Sie bereits Kontaktlinsen- oder Brillenträger sein und eine Korrektur für die Nähe benötigen, dann tragen Sie dieses Hilfsmittel auch, Ihre Augen werden es Ihnen danken.
  • Regelmässig durchlüften!

Schmerzen

Die gesamte Hornhaut ist mit sensiblen Nervenendigungen versehen, deren Empfindlichkeit ortsabhängig variiert. So ist die Hornhaut im Zentrum ca. 30 mal so gross als in der Peripherie. Aus diesem Grund kann jede Art von Störung der Augenoberfläche zu Schmerzen führen. Ein Fremdkörper unter der Linse kann deshalb auch Schmerzen verursachen, am besten die Linse entfernen und mit geeigneten Pflegemittel abspülen. Sollte der Tragekomfort trotzdem eingeschränkt bleiben, dann zunächst den Augenoptiker darüber informieren.

Bei ungewohnten Schmerzen am Auge immer einen Augenarzt aufsuchen.

Trockene Augen

Klimaanlagen, erhöhtes Ozon, Arbeit am Computer, überheizte Räume, das Tragen von Kontaktlinsen (vor allem bei Weichlinsen) kann zu trockenen Augen führen. Generell lässt die Tränenproduktion im Alter nach, hormonelle Ursachen können dabei eine Rolle spielen (Wechseljahre). Auch die Einnahme von Medikamenten (Schlafmittel, Betablocker, Psychopharmaka, Verhütungsmittel) kann zu trockenen Augen führen.

Was Sie selbst tun können:
  • kurzfristig helfen Tränenergänzungsmittel (konservierungsfreie Augentropfen mit Hyaluronsäure wie z.B. Vislube) oder auch ein Augenspray (LipoNit Augenspray)
  • gesunde ausgewogene Ernährung, besonders Omega 3 Fettsäuren (Fisch, Leinsamen, Rapsöl, Walnüsse, Sojaprodukte) oder als Nahrungsergänzung (Tabletten)
  • Trinken Sie täglich 2-3l Wasser
  • mehrmals täglich lüften oder einen Luftbefeuchter verwenden
  • tägliche Lidrandpflege (LipoNit® Lidpflege)
  • Achten Sie auf einen kompletten Lidschlag (Lidschlagbroschüre), vor allem bei der Arbeit am Computer!
    pdf Der korrekte Lidschlag (292.73 Kb)
  • Informieren Sie Ihren Augenoptiker oder Augenarzt, wenn das Trockenheitsgefühl nicht nachlässt.

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Dorfstrasse 2-4
79280 Au bei Freiburg
Baden-Württemberg
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